Teslapunk -  – TEST

Shoot ’em ups waren früher vor allem in Spielhallen populär, aber natürlich lassen sich diese Spiele heute auch auf jeder Konsole finden – sogar auf der Wii U.


Um uns gegen einfallende Marsianer zu wehren, begleitet uns der Erfinder Nikola Tesla persönlich durch das Tutorial des 2D-Shoot-’em-ups und macht uns mit der Bedienung unseres Schiffs vertraut. Die Bewohner unseres Nachbarplaneten haben es auf die schöne Erde abgesehen und schicken dafür Welle um Welle von Raumschiffen an die Front. Zum Angriff wählen wir zwischen zwei Feuermodi sowie dem Voltage Burst, der bei gefülltem Volttank alle Gegner und Kugeln auf dem Bildschirm pulverisiert. Um uns einen Weg durch die Kugel-Korridore der Gegner bahnen zu können, wird eine ruhige Hand und ein gutes Auge benötigt, denn nicht alle Angriffe bestehen aus einfachen Projektilen, die auf uns zu fliegen. Flächendeckende Laserstrahlen oder Kamikaze-Angriffe werden gern verwendet, um uns das Leben schwerer zu machen. Spezielle Gegner sollten wir besonders schnell ausschalten, bevor sie den ganzen Bildschirm mit Laserkügelchen überfluten. Die richtigen Herausforderungen des Spiels finden wir aber erst bei den Zwischen- und Endgegnern, die nicht nur die größten Laser- und Projektil-Vorräte besitzen, sondern sich uns auch mit einem ausgedehnten Lebensbalken stellen. Dazu besitzen sie mehrere Phasen, in denen sie uns mit unterschiedlichen Angriffen attackieren.

Der Humor aus einer anderen Welt

Die Marsianer haben allerdings noch mehr in petto: Mit witzigen Sprüchen und kleinen Sticheleien auf dem Übertragungsmonitor am Bildschirmrand versuchen sie unsere Aufmerksamkeit zu gewinnen – nur ein Moment des Konzentrationsverlusts reicht genretypisch leider zur Niederlage und unser schönes Schiff ist dahin. Leider versuchen die Marsianer uns nicht über das Wii U GamePad zu nerven, das bleibt das gesamte Spiel hindurch schwarz. Die Arcade-Action spielt sich gedrungen im Zentrum des Bildschirms ab, während die Ränder für Informationen herhalten. Die rustikalen sowie kalten Head-up-Display-Elemente erinnern an die Design-Philosophien von Horror- und Science-Fiction-Filme des letzten Jahrtausends. Allerdings steht die Erzählung mit dem munteren Herrn Tesla und den doch so bösen Großhirn-Marsianern dazu im Gegensatz, die uns mit Witz und Humor durch das Spiel geleiten.

Der Soundtrack ist mit schnellen Beats und Tracks sehr passend und überrascht mit experimentellen Quietsch- und Kratz-Geräuschen, die an eine fehlerhafte Telefonverbindung erinnern. Trotzdem bietet das Gedudel die perfekte Untermalung für den simplen Shoot-’em-up-Spaß. Die wenigen Gameplay-Elemente reichen vollkommen, um das Spiel durch alle sechs Level lang zu tragen. Leider endet dieses damit extrem schnell, vier Schwierigkeitsgrade und ein Survival-Modus, in dem wir Gold sammeln und ein Raumschiff aufbessern, können die Fassade vor dem geringen Umfang leider nicht aufrechterhalten. Etwaige Ruckler führen außerdem zu unvermeidlichen Raumschiff-Crashs. Zum Glück sind diese selten und trüben den Gesamteindruck des insgesamt soliden Spiels kaum.

Geschrieben von Jonas Maier

Fazit:

Obwohl ich kein großer Kenner des Shoot-’em-up-Genres bin, hatte ich schnell meinen Spaß mit Teslapunk. Das lag nicht zuletzt am Soundtrack und dem schnippischen Humor der Aliens, aber vor allem am moderaten und frei wählbaren Schwierigkeitsgrad, der Einsteigern des Genres nicht direkt gegen eine Wand laufen lässt. Die geringe Spielzeit lässt sich auf die sechs mageren Level zurückführen, innerhalb dieser funktioniert das einfache Gameplay aber gut.