Arms

Nachdem wir bereits in Wii Sports mithilfe der Wii Remotes uns gegenseitig eins auf den Deckel geben durften, lädt Nintendo uns nun erneut dazu ein, unserem Gegenüber die Hucke weichzuprügeln. Dabei kämpfen aber nicht unsere Miis im Ring gegeneinander, sondern bestimmte Charaktere mit Spezialfähigkeiten und individuellen Waffen. Nintendo heißt uns willkommen zu Arms!


Von den vielen Spielen, die Nintendo während der Switch-Präsentation vergangenen Freitag vorgestellt hat, ist Arms besonders hervorgestochen. Nintendo zeigt hier eindrucksvoll die Möglichkeiten der neuen Joy-Cons. In der uns auf dem Switch-Event in München zur Verfügung gestellten Demo-Version hatten wir die Möglichkeit, alleine gegen die KI oder zu zweit gegeneinander anzutreten. Jeder Spieler benötigt zwei der neuen Controller, denn ein Joy-Con steuert einen Arm. Es standen sechs Kämpfer zu Auswahl, die sich bis auf ihre Spezialattacke aber nicht großartig voneinander unterschieden. Der eine war schneller als der andere, dafür hat der andere mehr Schaden ausgeteilt, aber die Unterschiede hielten sich in Grenzen. Haben wir unseren Charakter ausgewählt, konnten wir für beide Arme noch jeweils drei Waffen und Gearsets auswählen, die, zumindest hatten wir beim Spielen das Gefühl, aber keinen Einfluss auf Schaden oder Schnelligkeit der Angriffe haben und somit nur kosmetischer Natur waren beziehungsweise die Art der Spezialattacke anpassten. Sobald wir mit dem Anpassen fertig waren, ging es auch schon los!


Die Freuden der Bewegungssteuerung

Eins vorneweg: Wer in Wii Sports bereits mit Boxen überfordert war, für den ist Arms wahrscheinlich nichts. Denn wir werden uns sehr viel bewegen müssen. Kaum ist der Countdown runtergelaufen, können wir unseren Kämpfer durch neigen beider Joy-Cons in eine Richtung bewegen. Um zuzuschlagen, hauen wir entweder den linken Joy-Con nach vorn, um mit dem linken Arm auszuholen, oder den rechten Joy-Con, um rechts auszuholen. Wenn wir beide Arme gleichzeitig nach vorne hauen, greifen wir uns den Gegner und schleudern ihn durch die Luft. Per Druck auf die L-Taste stürzen wir uns nach vorne, während wir mit R springen. Mit jedem Treffer füllt sich eine Leiste, die wir, sobald sie voll ist, per ZL-Taste leeren, um dann ordentlich Schaden zu verursachen. Um einen gegnerischen Angriff zu unterbinden, reicht es, beide Joy-Cons waagerecht zu halten. Greifen kann uns der Gegner dann aber natürlich trotzdem. An sich funktioniert die Bewegungssteuerung zwar gut, wirklich präzise ist sie leider aber nicht. Dazu kommt, dass jeder Spieler zwei Joy-Cons benötigt, der Konsole aber nur zwei beiliegen. Möchte ein Freund mitspielen, muss dies entweder über den Online-Multiplayer geschehen, oder aber er bringt seine eigenen Joy-Cons mit – außer wir selbst legen uns einen Vorrat davon an, was auch eine, teure, Möglichkeit wäre. Das Spiel selbst wird derzeit für knapp siebzig Euro gelistet. Ob es das wert ist, kommt auf den Umfang an. Allerdings wagen wir zu bezweifeln, dass es diese stolze Summe je wert sein wird. Es ist, wie 1-2-Switch, mehr eine Tech-Demo, als ein Spiel.


Geschrieben von Sebastian Klein

Prognose:

Nintendo zeigt mit Arms eindrucksvoll die Möglichkeiten der Joy-Cons. Die Steuerung geht einfach, wenn auch oft unpräzise, von der Hand und das Spiel macht auch Spaß, wenn man sich gegenübersteht. Inwiefern diese Tech-Demo, die es nunmal ist, aber länger als vielleicht zwei Stunden unterhält, bleibt abzuwarten. Sollte sich der Preis allerdings drastisch nach unten bewegen, steht einem Kauf auf jeden Fall nichts im Wege, denn die nächste Party kommt bestimmt. Und dafür lohnt sich Arms allemal.