Daemon X Machina: Titanic Scion – VORSCHAU

Sechs Jahre nach dem Vorgänger schickt uns Marvelous in Daemon X Machina: Titanic Scion wieder in Mechas in den Kampf. Als Outer fliehen wir aus dem im All schwebenden Himmel und verbünden uns mit Menschen, um das Militärregime des Axioms zu bekämpfen und unseren besten Freund zu retten. Bereits vor der Veröffentlichung am 05. September hinterlässt Daemon X Machina: Titanic Scion in der Demo einen guten Ersteindruck.


Daemon X Machina bekam 2019 durchwachsene Kritiken. Während einige Magazine und Fans dem Mech-Actionspiel wenig Liebe entgegenbringen konnten, waren andere von den Grundlagen angetan. Doch Daemon X Machina zeigte trotz vorhandenem Spielspaß und guter Ansätze auch einige Probleme. Nach der Veröffentlichung für den PC im Februar 2020 war es still um die Marke – bis Marvelous einen Nachfolger ankündigte. Daemon X Machina: Titanic Scion erscheint am 05. September 2025 für Nintendo Switch 2, PlayStation 5, Xbox Series X|S und den PC und geht bereits bei den Mechs, die wir steuern einen anderen Weg als der Vorgänger. Dank einer umfangreichen Demo-Version konnten wir einige Stunden mit dem Actionspiel verbringen.

Mech-Anzüge statt riesiger Kampfroboter

Zur Geschichte von Daemon X Machina: Titanic Scion oder deren Qualität lässt sich aktuell noch wenig sagen. Nach dem Ende eines Krieges zwischen dem blauen und dem roten Planeten kam es durch die Unterdrückung der Outers zu einem Aufstand dieser von Femto-Energie veränderten Menschen. In Folge dessen gründeten die Outers das strenge Militärregime des Axioms und haben sich vom Boden der Erde in den Garten, ein Paradies weit über dem Planeten, zurückgezogen. Von dort üben die drei obersten Anführer des Axioms, die Trinitas, eine grausame Herrschaft aus. Dieser entfliehen wir nachdem wir knapp einem Experiment an uns entkommen sind. Nach unserem Absturz auf der Erde kennen wir nur ein Ziel: Zurückkehren, um unseren besten Freund Nerve zu retten. Dafür sind wir bereit, das Axiom zu zerstören und arbeiten mit den Menschen der Erde zusammen.

Der bereits erwähnte Unterschied bei den Mechs zeigt sich sehr früh, da wir fast direkt nachdem wir unseren Outer in einem ordentlichen Charaktereditor erstellt haben, auf der Flucht eine der als Arsenals bezeichneten Kampfmaschinen besteigen. Allerdings fallen die Mechs kleiner aus als im Genre gewohnt und gleichen eher Exosuits. Dadurch spielt sich Daemon X Machina: Titanic Scion deutlich schneller und lebhafter als der Vorgänger, was sich merkbar auf den Spielspaß auswirkt. Zudem ist das Gefühl der drei Gewichtsklassen, die wir dank verschiedener Teile sogar mischen können, deutlich spürbar. Ein schwerer Arsenal steuert sich wesentlich klobiger als ein leichtes Modell, hat dafür aber Vorteile bei der Verteidigung. Angesichts der Massen an Arsenal-Teilen, die wir sammeln, ändern wir die Zusammensetzung regelmäßig und passen unseren Mech immer wieder unseren Bedürfnissen an.

Umfangreiche Anpassungen

Neben Kopf und Kürass können wir auch die Beine und getrennt voneinander beide Arme durch andere Teile ersetzen. Dazu gesellen sich zwei gleichzeitig getragene Waffen plus zwei Nebenwaffen, die wir jederzeit einwechseln können, sowie eine Schulterwaffe und eine Zusatzwaffe wie Handgranaten oder Reservemagazine für unsere Schusswaffen. Ob wir mit Sturm- oder Lasergewehr, Bazooka, Minigun oder direkt mit Nahkampfwaffen wie Schwertern und Keulen in den Kampf ziehen, ist uns überlassen. Dank der Nebenwaffen passen wir uns jederzeit an die erforderliche Situation an. Das ist aufgrund verschiedener Resistenzen notwendig, wenn wir Gegner leichter besiegen wollen. Natürlich dürfen wir unseren Mech auch optisch frei einfärben. Außerdem ist das noch nicht alles. Marvelous hat eine Spezialrüstung, die wir selbst noch nicht testen konnten, angekündigt. Dabei handelt es sich um eine zeitbegrenzte Rüstung für euren Mech, der dadurch noch stärker wird. Das klingt wirklich spannend.

Aber wir dürfen nicht nur unseren Arsenal anpassen. Besiegen wir Gegner, können wir nicht nur wie in Monster Hunter Ressourcen von ihren Körpern abtrennen, die wir für das Herstellen neuer Mecha-Teile benötigen, sondern auch DNA erhalten. Zu bedenken ist dabei, dass wir von all den Gegenständen, die ein Gegner hinterlässt, nur ein Objekt einsammeln dürfen. Es will also gut überlegt sein, wofür wir uns entscheiden. Während der Nutzen von Arsenal-Teilen, Rohstoffen und Wertgegenständen offensichtlich ist, ist DNA eine Besonderheit. Als Outer können wir diese verwenden, um uns selbst zu stärken und neue ausrüstbare Fähigkeiten freizuschalten. Dabei riskieren wir allerdings optische Mutationen unseres Charakters. Ob diese auch spielerische Folgen haben, etwa in Reaktionen von Nicht-Spieler-Charakteren, können wir noch nicht beurteilen. Mit sehr vielen Credtis, der Währung in Daemon X Machine: Titanic Scion, können wir die Mutationen rückgängig machen.

Sauberer technischer Ersteindruck

Die durch DNA-Fusionen erhaltenen Spezialfähigkeiten rüsten wir mit Waffentypen aus und aktivieren zusätzlich passive Effekte, die uns grundsätzliche Vorteile bringen. Zusätzlich können wir neue Kampffertigkeiten mit speziellen Partikelrüstungen erhalten. Diese Spezialtechniken sind in Angriffsmodus, Schutzmodus und Flugmodus unterteilt und bringen in den jeweiligen Bereichen zusätzliche Funktionen. Daran zeigt sich zwar, über wie viele Mechaniken das Actionspiel verfügt, allerdings haben wir die etwas überladene Steuerung relativ schnell verinnerlicht. Besonders das freie Fliegen in den weitläufigen, offenen Gebieten fühlt sich sehr gut an und ist dank regelmäßig verteilter Femto-Kristalle, die unseren Tank bei Zerstörung auffüllen, auch fast unbegrenzt möglich. Zu erwähnen sei hier noch, dass keine Open World zu erwarten ist. Stattdessen setzt Daemon X Machina: Titanic Scion auf große, weitläufige Regionen, die jedoch voneinander getrennt sind.

Wichtig ist selbstverständlich die technische Umsetzung des Actionspiels auf der Switch 2. Natürlich lässt sich das erst endgültig beurteilen, wenn wir die Vollversion gespielt haben, doch die Demo von Daemon X Machina: Titanic Scion hinterlässt ein gutes Bild. Optisch weiß die Welt mit einer stimmungsvollen und abwechslungsreichen Gestaltung zu überzeugen. Zwar sind nicht alle Texturen scharf und manchmal kommt es zu Grafik-Pop-ins, diese fallen aber nie störend auf, zumal das Actionspiel am Fernseher und im Handheld-Modus flüssig läuft. Lediglich nach Schnellreisen hatten wir gelegentlich kurz einen kleines Stottern, das aber kaum aufgefallen ist. Deshalb hinterlässt Daemon X Machina: Titanic Scion grafisch und technisch einen wirklich guten Ersteindruck, was auch für Sound, Musik und Atmosphäre zählt. Ob das so bleibt, muss sich aber noch zeigen. Das Gameplay verspricht definitiv ein spaßiges Mech-Actionspiel, in das wir viel Zeit stecken können.

Geschrieben von Alexander Geisler

Prognose:

Da ich Daemon X Machina trotz einiger Macken gerne gespielt habe, hat mich die Ankündigung von Daemon X Machine: Titanic Scion sehr gefreut. Mit einem Nachfolger des Mech-Actionspiels hätte ich nicht gerechnet. Aber eines ist sowieso sicher: Genug Mecha-Spiele kann es sowieso nie geben. Deshalb war ich gespannt, was mich bei Daemon X Machina: Titanic Scion erwartet, als ich die Demo-Version angefangen habe. Das Actionspiel unterscheidet sich in einigen Punkten deutlich vom Vorgänger und spielt sich um einiges besser. Manchmal wecken die schnellen Arsenals sogar den Eindruck, ich würde ein Character-Action-Game wie Devil May Cry oder Bayonetta spielen, wenn ich mit Schwert durch Feinde pflüge und aus der Entfernung mit Sturmgewehr und Raketen auf sie schieße. Die zahlreichen Anpassungsmöglichkeiten haben mich bereits beim Anspielen für Stunden gefesselt, weshalb ich gespannt auf die Optionen der Vollversion bin. Auch technisch und grafisch hinterlässt Daemon X Machina: Titanic Scion einen guten Ersteindruck. Sollte nichts mehr schief gehen, wovon ich aktuell nicht ausgehe, erwartet uns am 05. September ein gutes bis sehr gutes Mech-Actionspiel.