Dragon Quest Monsters: Die welkende Welt – VORSCHAU

Mit Dragon Quest Monsters: Die welkende Welt geht das Dragon-Quest-Monsters-Franchise fernab von Dragon Quest Monsters Joker, Remakes und weiteren Ablegern in die vierte Runde. Wir haben einen ersten Blick riskiert und sind im Moment aber noch hin- und hergerissen.


Dass in den Spin-offs der langlebigen Dragon-Quest-Reihe bekannte Charaktere ihre eigenen großen Auftritte feiern, ist definitiv keine Seltenheit. Unter anderem stieg Händler Torneko aus Dragon Quest IV: Die Chronik der Erkorenen in Torneko’s Mystery Dungeon bereits in die Untiefen eines Labyrinths hinab und Erik aus Dragon Quest XI: Streiter des Schicksals ging in Dragon Quest Treasures auf Schatzjagd. In Dragon Quest Monsters: Die welkende Welt gehen mit Bianca und Nera zwei der drei Heiratskandidatinnen aus Dragon Quest V: Die Hand der Himmelsbraut auf ihr eigenes Abenteuer.

Nachdem mehr als zwei Jahrzehnte bis zum dritten Teil der Dragon-Quest-Monsters-Hauptreihe vergangen sind, liegen zwischen Dragon Quest Monsters: Der dunkle Prinz und dem vierten Serienteil nur wenige Jahre. Vorausgesetzt, das anvisierte Veröffentlichungsdatum am 3. Dezember 2026 wird eingehalten. In Dragon Quest Monsters: Die welkende Welt verschlägt es die beiden Protagonistinnen in eine fremde Welt, in der sie sich erstmals kennenlernen und ein Heilmittel für ihre erkrankten Ziehväter finden wollen. Ob die beliebte Fantheorie, dass die beiden Damen in Wahrheit leibliche Schwestern sind, im Monstersammelrollenspiel bestätigt wird, ist aktuell noch nicht bekannt. Das Potenzial dazu hätte das Spiel allemal.

Flottes Monstersammelrollenspiel

Wer Dragon Quest Monsters kennt, dürfte sich sofort in der Spielwelt zuhause finden. Wir beginnen mit einem Monster und lassen es gegen andere Biester in rundenbasierten Kämpfen antreten. Dabei demonstrieren wir unsere Kraft und zähmen die Gegner, wodurch wir sie anwerben und unsere Gruppe vergrößern können. Das Besondere ist, dass wir gesammelte Kreaturen miteinander fusionieren dürfen, um noch stärkere Monster zu erhalten. Erneut entpuppt sich das Aufbauen eines Teams als Motivationsspritze, die recht leere Welt zu durchstreifen. Gerade die Kämpfe und Level-ups gehen überraschend flüssig vonstatten, zeigt sich doch in älteren Serienteilen, dass die Bildschirmtexte in solchen Momenten an Geschwindigkeit einbüßen.

Gewöhnungsbedürftig ist, dass sich die Welt, ähnlich wie in der Animal-Crossing-Reihe seit Wild World, auf einer Art Walze befindet und sich nach und nach aufrollt. Da wir uns aber auch in Nintendos Lebenssimulation früher oder später daran gewöhnt haben, geben wir auch Dragon Quest Monsters diesbezüglich eine Chance. Vorteilhaft ist definitiv, dass wir die Kamera hierbei auch drehen dürfen und so nicht den Überblick über die größeren Areale verlieren. Es bleibt spannend, wie sich Dragon Quest Monsters: Die welkende Welt auch audiovisuell behaupten kann, da das Spiel auf der unfertigen Designarbeit des 2024 verstorbenen Akira Toriyama und altbekannten Melodien des 2021 verschiedenen Komponisten Kōichi Sugiyama aufbaut. Diese Unklarheiten wird wohl nur das fertige Produkt auflösen können.

Geschrieben von Eric Ebelt

Prognose:

Eric Ebelt

Mit Dragon Quest Monsters erschien bereits 1998 einer der größten Konkurrenten zu Pokémon. Bis heute tauche ich immer wieder gerne in die Rollenspielreihe ein. Schon Dragon Quest Monsters: Der dunkle Prinz hat vor wenigen Jahren wunderbar gezeigt, wie viel Spielspaß noch in der Reihe steckt und schnell eine Sammelwut entfachen kann. Ich habe kaum Gründe zur Annahme, dass dieses Kunststück mit Dragon Quest Monsters: Die welkende Welt nicht wiederholt werden kann. Mit Bianca und Nera haben es zwei sympathische Protagonistinnen aus dem fünften Teil der Hauptreihe ins Spiel geschafft. Auch das Gameplay geht in den bislang veröffentlichten Spielszenen sehr schnell vonstatten, was gerade im Kontext zu älteren Episoden des Franchises durchaus erfreulich ist, haben mich die Hänger in den Bildschirmtexten doch regelmäßig genervt. Dass ich Monster miteinander fusionieren respektive synthetisieren kann, gehört darüber hinaus zum guten Ton der Reihe. So hat das Spiel definitiv das Potenzial, über dutzende Stunden hinweg zu motivieren. Zweifel habe ich jedoch noch am Weltdesign, denn die Spielwelt entfaltet sich ähnlich wie in fast allen Episoden der Animal-Crossing-Serie auf einer Walze, was mir persönlich nie wirklich gefallen hat. Vielleicht ist das aber auch nur eine Gewöhnungssache. Ebenfalls wird erst das fertige Spiel zeigen können, wie mit dem Erbe von Akira Toriyama und Kōichi Sugiyama umgegangen wird. Die beiden verstorbenen Akteure haben die Dragon-Quest-Welt immerhin audiovisuell über Jahrzehnte geprägt. Ich bleibe jedoch gespannt und freue mich auf Anfang Dezember 2026, denn dann soll der, im japanischen Originaltitel nummeriert, vierte Serienteil endlich in den Regalen stehen.