Redaktionsdiskussion: Welches Spiel würden wir auf eine einsame Insel mitnehmen? – SPECIAL

Spiele gibt es viele, einsame Inseln auch, aber wohl die wenigsten werden einmal im Leben auf einer solchen gestrandet sein. Falls es jedoch so weit kommt, will ein Schiffsbrüchiger natürlich vorbereitet sein.


Heutzutage gibt es mehr Spiele denn je und dank digitaler Distribution und großen Sales hat wohl jeder mehr zu spielen, als er oder sie braucht. Viel spannender ist die Frage, welches einzelne Spiel wir auf eine einsame Insel mitnehmen würden. Wiederspielbarkeit und Spielzeit sind wichtige Faktoren, aber natürlich muss uns der Titel auch zusagen. In der Redaktion kamen die unterschiedlichsten Titel zur Sprache:

Jonas‘ Meinung:

Für mich muss mein Spiel für die einsame Insel zwei Kriterien erfüllen: Zum einen darf es natürlich nicht schon nach wenigen Stunden durchgespielt sein, zum anderen muss es mir natürlich auch gefallen. Deswegen schließe ich Open-World-Titel wie The Elder Scrolls V: Skyrim oder The Witcher III: Wild Hunt im Vorhinein aus, auch wenn ich damit sicherlich hunderte von Stunden totschlagen könnte. Viel mehr behelfe ich mich einem simplen Trick: Viele Rogue-likes bieten inzwischen wesentlich mehr, als nur zufallsgenerierte, designbefreite Abschnitte und punkten mit regelmäßigen frischen Inhalten. So auch Darkest Dungeon, was mit seiner düsteren Stimmung eine schöne Abwechslung zum Klischee des tropischen Insel-Alltages bietet und spielerisch stets neue Herausforderungen mit sich bringt. Das rundenbasierte Gameplay, die motivierende Loot-Spirale und die kurzen, aber knackigen Dungeon-Abschnitte sind perfekt, um das dröge Insel-Dasein hinter mir zu lassen. Idealerweise kann ich die Figuren mit ihren unterschiedlichen Eigenschaften auch selbst benennen, da würde ich mich gar nicht mehr so allein auf der Insel fühlen.

 

Sörens Meinung:

Im Vorhinein fällt es mir schwer, mich hier auf ein Spiel festzulegen, das ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde. Da ich aber Jonas in dem Punkt zustimmen würde, dass dieses Spiel eine gewisse Spieldauer haben sollte, entscheide ich mich gleich für ein Spiel ohne ein wirkliches Ende und dies wäre Animal Crossing. Jeden Tag warten neue Aufgaben und Erlebnisse und bis ich meine eigene Bleibe abbezahlt habe, vergehen nicht gerade wenige Spielstunden.

 

Ich denke mal, ich würde mich auch auf den neusten Ableger der Serie Animal Crossing: New Horizons entscheiden, da in diesem die Möglichkeiten, die eigene Insel zu gestalten, am größten sind. Nicht nur, dass ich jetzt in der Lage bin, ursprüngliche Möbelstücke auch in die Gegend zu platzieren, kann ich jetzt auch die ganze Landschaft meiner Insel in Form von Brücken, Aufgängen, Wegen und sogar Flüssen und Seen einen individuellen Anstrich verpassen.

 

Erics Meinung:

Sören scheint vom tropischen Inselidyll anscheinend nicht genug zu bekommen. Anstatt es mir jedoch auch noch im Spiel auf einer Insel gemütlich zu machen, würde ich mich vermutlich für ein sehr schwieriges Videospiel der Marke Dark Souls, Nioh oder Sekiro entscheiden. Da ich kein allzu großer Fan dieser Spiele bin, sie aber hin und wieder gerne mal ausprobiere und mich dem Masochismus hingebe, werde ich hier sicherlich sehr viel Zeit investieren können. Zudem hätte dies den positiven Beigeschmack, dass ich mich sowohl im Spiel auch als auf der Insel Herausforderungen stellen muss, um zu überleben. Am Ende bleibt mir da aber nur zu hoffen, dass ich nicht so schnell wie jüngst in Nioh 2 ins Gras beiße, denn im echten Leben ist der Tod nun mal leider endgültig – und auf einer Insel verrecken möchte ich ganz und gar nicht.

 

Alex’ Meinung:

 Meine Vorredner haben bereits festgestellt, dass ein Spiel für eine einsame Insel eine lange Spielzeit benötigt. Anders als bei Jonas stehen bei mir direkt einige Open-World-Titel ganz weit oben auf der Liste. The Elder Scrolls V: Skyrim oder The Witcher 3: Wild Hunt wären logische Optionen. Dennoch stehen sie nicht ganz oben bei meiner Auswahl. Diesen Platz müssen sich derzeit drei Spiele teilen, womit ich ein wenig gegen die Regeln verstoße und trickse. Zu aller erst sei Assassin’s Creed: Odyssey genannt. Hunderte Stunden beschäftigt das Abenteuer im antiken Griechenland und hält mit den beiden sehr guten DLCs zusätzliche Inhalte parat. Zudem genieße ich es immer wieder mit Kassandra loszuziehen und gegen Spartaner, Athener und allerlei andere Gegner zu kämpfen.

 

Das zweite Spiel wäre Fire Emblem: Three Houses, das einfach eine enorme Spielzeit plus spannender Geschichte bietet und mich zudem drei Storyrouten erleben lässt. Als letztes möchte ich meinen möglichen Favoriten Nier: Automata nennen. Mehrere Storyrouten, eine packende Geschichte, geniale Charaktere und brachiale Action würden die Zeit auf der Insel schnell vergehen lassen. Sofern das Remake von Trials of Mana bereits erschienen ist, wäre auch das ein Kandidat. Aber welches wähle ich nun endgültig? Schwierig. Letztlich hängt es stark von meiner aktuellen Laune ab und vielleicht entscheide ich mich am Ende gegen jedes Spiel, wenn ich dafür einiges an Lesestoff in Form von Manga, Comics und Büchern mitnehmen dürfte.

 

 

Jetzt seid ihr gefragt: Was sind eure guten Vorsätze für Videospiele im Jahr 2020? Diskutiert mit uns in den Kommentaren!