Golf Peaks -  – TEST

Isometrische Welten voller Höhen und Tiefen, ein Ball, der an das Ziel gebracht werden soll, und Spielzugkarten sind die Bestandteile des Enspannungs-Puzzlers Golf Peaks, der für die Switch veröffentlicht wurde und uns angenehme Rätsel beschert.


Entwickler Afterburn, ein kleines polnisches Entwicklerstudio, brachte uns das nette Puzzle-Spiel Golf Peaks auf die Nintendo Switch. Wir haben in 109 kleinen Levels die Aufgabe, einen kleinen Golfball in das Loch bei der Fahne zu putten. Das bewerkstelligen wir mit den uns gegebenen Spielzügen, die in Form von Aktionskarten am unteren Bildschirmrand auftauchen. Nach dem erfolgreichen Beenden des Levels schalten wir das nächste frei, nach neun Levels dürfen wir in die nächste Welt, die einen neuen Twist mitbringt.

Zug um Zug

Alles liegt an den Spielzügen, die uns gegeben werden, wenn wir die Welt betreten. In der Welt, die in kleine Felder aufgeteilt ist, liegt an einer Stelle unser Golfball, an einer anderen Stelle befindet sich die Zielfahne mit dem Loch. Unsere Aufgabe ist nun, mit dem Analog-Stickeine der vier Richtungen auszuwählen und eine Spielzugkarte einzusetzen. Mit den Schultertasten schalten wir die Karten durch, von denen jede nur einmal verwendet werden darf. Alternativ lässt sich das Spiel auch komplett mit dem Touchscreen steuern – beides geht uns leicht von der Hand.

Die erste Welt beginnt simpel und erklärt uns zunächst die Karten und die Ballphysik. Je Karte müssen wir eine Himmelsrichtung wählen, um den Ball zu dirigieren. Eine Karte mit einem Pfeil und einer 1 lässt uns den Ball ein Feld putten, eine 2 bringt uns zwei Felder voran und so weiter. Ein Pfeil in Form eines Bogens lässt uns den Ball um die genannte Anzahl an Feldern lupfen, manchmal folgt dann noch ein ebener Pfeil, der den Ball nach dem Lupfen noch die genannte Felderzahl weiterrollen lässt.

Die Schwierigkeiten der Welten wechseln je nach Art der Eigenheiten und Hindernisse. Letztlich erkennen wir an den Feldern, welches Verhalten unser Ball dort zeigen wird. So gibt es Abgründe und Wasser, in denen der Ball versinkt, Sand, auf dem der Ball nicht weiterrollt, oder Eis, auf dem der Ball nicht liegenbleibt. Von geraden Wänden wird der Ball gerade zurückgeworfen, von diagonalen Blockaden rollt der Ball im 90-Grad-Winkel weiter. Es gibt Schrägen, die den Ball in eine bestimmte Richtung rollen lassen, Treibsand, auf dem der Ball rollt, aber nicht liegenbleiben darf und Rollbänder, die wie Schrägen funktionieren, nur auf einer Ebene. Zu guter Letzt gibt es noch Sprungfelder, von denen unser Ball weitergelupft wird.

Damit ist das gesamte Spiel erklärt. Die Rätsel sind simpel bis mittelschwierig, nur an einem einzigen Rätsel saßen wir über eine halbe Stunde. Die Aufmachung des Spiels ist durchweg simpel, aber sympathisch. Hier zeigt sich wieder, dass auch kleine Entwicklerstudios sehr gute Arbeit leisten können, wenn sie den Funktionsumfang so gering halten wie bei Golf Peaks. Die Idee wurde konsequent umgesetzt und das kommt dem Spiel zugute. Es gibt keine großen Überraschungen, aber das ist auch völlig in Ordnung, denn letztlich ist Golf Peaks vor allem eines: unterhaltsame Entspannung.

Geschrieben von Arne Ruddat

Fazit:

Auf der Suche nach einem entspannenden wie unterhaltsamen Rätselspiel könnte für viele Golf Peaks das Ziel sein. Die Mischung aus Golfund rundenbasierter Physikstrategie macht nichts falsch und vieles richtig. Wer die Bodenbeschaffenheiten und Bedingungen des Spiels kennt, kommt bei jedem der 109 Level nach einer Weile auf die richtige Lösung. Oft führt der richtige Riecher und ein bisschen Ausprobieren schon zum Ziel. Eine klare Empfehlung für alle Freunde von Logikrätseln.