Metroid: Samus Returns -  – VORSCHAU

Das kommende Spiel Metroid: Samus Returns ist auf der E3 2017 überraschend von Nintendo vorgestellt worden. Der aktuellen Politik seitens Nintendo folgend jedoch nicht in der Direct, die Schlag auf Schlag etliche Spitzentitel zeigte, sondern im Treehouse. Das war jedoch Vor- wie Nachteil gleichermaßen. Die Nintendo Direct hatte mit dem Teaser für Metroid Prime 4 die Fans der Reihe schon versöhnlich gestimmt. Dann kam im Treehouse die Überraschung, dass ein weiteres Metroid-Spiel in Entwicklung ist: Metroid: Samus Returns. Und das wurde nicht angeteast, sondern direkt eine gute halbe Stunde lang im Gameplay gezeigt. Welch eine Freude!


Inzwischen sind schon viele weitere Spielszenen gezeigt worden, unter anderem in der Nintendo-eigenen Youtube-Show Nintendo Minute und auf der Gamescom. Nun können wir uns ein gutes Bild machen, was uns mit dem Titel erwartet. Dass es sich bezüglich der Geschichte nicht um einen neuen Titel handelt, sondern um ein Remake des zweiten Metroid-Titels überhaupt, nämlich Metroid II: The Return of Samus für den Gameboy, sagt natürlich nichts über die Art der Erzählung aus, die uns erwartet. Das hingegen konnten wir den Spielszenen entnehmen. Manche Elemente wurden beibehalten.

So ist Samus noch immer auf der Mission, sämtliche Metroids auf dem Planeten SR388 auszuschalten, um diese Rasse auszulöschen. Die Metroids können in normaler Form auftauchen oder mutiert, und bei der ersten Begegnung wissen wir nie, ob sie einfach zu besiegen sind oder zu einem deutlich schwereren Gegner mutieren. Samus lernt – dem Serienprinzip treu bleibend – im Spielverlauf stetig neue Fähigkeiten und kann diese einsetzen, um neue Gegner zu besiegen oder neue Gegenden zu betreten.

Die Fähigkeiten von Samus unterscheiden sich jedoch teils sehr vom Gameboy-Original von 1992. So kann sie in diesem Teil nicht nur in die typischen acht Richtungen schießen, sondern auch, während sie steht, im 360°-Modus ohne Abstufungen in jede Richtung. Ein schönes Detail, das aus Spielen wie Metroid Prime schon bekannt ist, aber so zum ersten Mal in der 2D-Seitenansicht auftritt. Die Ansicht ist zwar 2D, aber das Spiel besteht dennoch aus 3D-Modellen, die zum einen für eine teils beeindruckende Tiefendarstellung auf dem 3DS genutzt wird, teils aber auch für dramatische Kameraperspektivwechsel, etwa, wenn Samus mit ihrem neuen Nahkampf-Angriff einen Gegner betäubt, um ihn dann mit ihrem Blaster an seinen edelsten Schwachstellen anzugreifen. Auch gibt es, wie auf der Gamescom enthüllt wurde, nun einen Modus, mit dem Samus die Zeit um sich herum verlangsamen kann.

Das Spiel wird vom spanischen Studio Mercurysteam entwickelt, das sich durch Titel der Castlevania-Reihe hervorgetan hat. Ob die Art der Integration der amiibo von ihm oder von Nintendo stammt, lässt sich nicht sagen. Fest steht jedoch, dass die Funktion der vier Metroid-amiibo heftig diskutiert wird. Denn etliche Funktionen des Spiels lassen sich ohne die amiibo nicht freischalten. Nintendo selbst stellt sie vor:

* „Samus Aran“-amiibo – Wird das amiibo von Samus Aran gescannt, kannst du den Aeion-Reserve-Tank freischalten, der automatisch eine gewisse Menge Aeion wiederherstellt, wenn deine Vorräte ausgeschöpft sind. Hast du das Spiel abgeschlossen, kannst du das amiibo scannen, um Metroid II-Artwork in der Galerie freizuschalten.
* Metroid-amiibo – Das Metroid-amiibo kannst du scannen, um Metroids in deiner Nähe auf der Karte anzeigen zu lassen. Hast du das Spiel abgeschlossen, kannst du mit dem amiibo den Fusion-Modus freischalten, eine neue Schwierigkeitsstufe, für die Samus den Fusion Suit aus Metroid Fusion nutzen kann.
* Samus-amiibo – Du kannst das amiibo von Samus scannen, um den Missiles-Reserve-Tank freizuschalten, der deine Missiles wieder auflädt, wenn sie dir ausgehen. Hast du das Spiel abgeschlossen, kannst du mit dem amiibo Concept-Art aus „Metroid: Samus Returns“ in der Galerie freischalten.
* „Zero Suit Samus“-amiibo – Scannst du das amiibo von Zero Suit Samus, kannst du den Energie-Reserve-Tank freischalten, der etwas Energie wiederherstellt, wenn sie dir ausgeht. Hast du das Spiel abgeschlossen, kannst du mit dem amiibo Musik in der Galerie freischalten und dir die Hintergrundmusik von „Metroid: Samus Returns“ anhören.

All das geht nicht ohne die amiibo. Wir denken, dass es auch eine Methode hätte geben sollen, diese Funktionen ohne amiibo freizuschalten, denn die beiden neuen amiibo sind voraussichtlich schwer zu bekommen – das Metroid-amiibo etwa ist allerorts ausverkauft. Bedauerliche Entscheidung, wobei das Spiel ohne die amiibo vermutlich dennoch genug bietet. So bieten die amiibo nun tatsächlich einen echten Mehrwert, der jedoch schwer zu bekommen ist und einiges an Extrakosten verlangt.

Hier als Schmankerl noch den neuesten Teaser von Nintendo:

Geschrieben von Arne Ruddat

Prognose:

Insgesamt macht das Spiel jedoch einen sehr guten Eindruck und ist ein heißer Kandidat dafür, in diesem Winter eurer Lieblingsspiel zu werden. Die neuen Mechaniken machen Lust auf mehr und ich bin sehr neugierig, wie viele Ideen die Entwickler vom Original übernommen haben und wie sie diese mit den neuen Grafiken umgesetzt haben. Das Spiel ist ein sicherer Hit, denn es kann anhand der bisher vorgestellten Elementen, nur noch sehr wenig schief gehen.