Schlag den Star: Das Spiel -  – TEST

Wer hat nicht immer schon mal davon geträumt, gegen Stefan Raab in seiner eigenen Sendung anzutreten, oder zumindest mal im Publikum live dabei zu sein. Mit Schlag den Star: Das Spiel ist dies zumindest teilweise nun möglich.


Bereits einige Jahre, bevor er seinen Rückzug aus dem Showbusiness angekündigt hat, schuf Stefan Raab mit der Spielshow „Schlag den Star“, in dem er Spielmoderator statt Gegner war und zwei Prominente gegeneinander antreten, ein Format, das die Idee hinter der Originalshow bewahren sollte. Seit Raabs Ausstieg moderiert der „Blamieren oder Kassieren“-Moderator Elton die Sendung. Und jenen treffen wir auch direkt zu Beginn des Spiels.

Mehr als „Blamieren oder Kassieren“

Eines vorweg: Gute Grafik bedeutet nicht gleich Spaß. Aber schlechte Grafik eben auch nicht. Aus grafischer Sicht ist das Spiel, selbst für Switch-Verhältnisse, eine kleine Katastrophe. Aber wie sieht es mit dem Spaß aus? Kurz nachdem Elton uns, in einem nahezu vollständig vertonten Spiel übrigens, begrüßt hat, haben wir die Wahl, ob wir uns direkt ins Spiel stürzen wollen oder ob wir erst unseren eigenen Charakter erstellen wollen. Zuerst dürfen wir uns noch entscheiden, ob wir eine ganze oder eine halbe Show spielen wollen, vielleicht auch nur ein „Best of Three“ oder gar ein einzelnes Spiel. Egal, wofür wir uns entscheiden, ein ausgewogener Mix zwischen Quiz- und Aktivitätsspielen ist stets gegeben. Nach Auswahl des Modus wählt das Spiel, abgesehen natürlich vom Minispielmodus (sprich dem einzelnen Spiel), zufällig aus insgesamt fünfundzwanzig Spielen aus. Welches Spiel wann aber letztendlich gespielt wird, erfahren wir, ganz wie in der Show, erst, wenn das Spiel startet.

Ganz ohne Werbeunterbrechungen, auch wenn der liebe Elton diese gerne mal zwischen den Spielen ankündigt, spielen wir gemäß unserer vorherigen Auswahl die gegebene Anzahl an Spielen alle durch. Ganz den Showregeln nach gibt das erste Spiel hierbei einen Punkt, das zweite zwei und so weiter. Das fünfzehnte Spiel gibt demnach fünfzehn Punkte. Macht nach Adam Riese hundertzwanzig Punkte insgesamt. Sollte es am Ende unentschieden stehen, wird noch ein sechzehntes Spiel gespielt. Damit dieses auch ganz sicher verstanden werden, werden vor jedem Spiel die Regeln erklärt und die Möglichkeit gegeben, ein Testspiel zu spielen. Dies ist vor allem bei den Spielen, die auf die Bewegungssteuerung setzen, sehr positiv. Technisch gesehen laufen auch alle Spiele, bis auf „Auto ziehen“, flüssig und direkt. Bei besagtem Spiel werden leider sämtliche Eingaben erst einen Bruchteil einer Sekunde später umgesetzt, was das Ganze etwas gewöhnungsbedürftig macht.

Technik ist (nicht) alles

Wie erwähnt laufen die Spiele mit Ausnahme alle gut und dies in allen drei Modi, die die Switch zu bieten hat. Grafisch hingegen sollte man vom Spiel jedoch nicht zu viel erwarten. Die Optik ist zweckmäßig, aber hübsch anzusehen ist dann doch etwas anderes. Alles wirkt sehr plastisch und leblos. Das Spiel ist zwar nahezu vollständig vertont, aber alles andere als lippensynchron. Es wirkt viel mehr, als sei der Mund zufällig animiert. Wenn der Gegner am Zug ist, können wir per Knopfdruck vorspulen. So lassen sich Spiele mit längerer Einzelphase gut überspringen. Die Soundkulisse passt ebenfalls gut und vermittelt ein schönes Studiofeeling. Vor allem die teilweise sehr anspruchsvollen Quizspiele ergeben in Verbindung mit Freunden einen lustigen Spieleabend.

Geschrieben von Sebastian Klein

Fazit:

Auf der einen Seite sträube ich mich dagegen zu sagen, dass das Spiel den Kauf wert sei. Auf der anderen Seite hingegen, zumindest wenn man Freunde hat und es günstig irgendwo findet, ist es den Kauf definitiv wert. Kurz: Den Vollpreis und für Alleinspieler ist es meiner Meinung nach den Kauf nicht wert. Für einen lustigen Spieleabend mit Freunden ist das Spiel einen Blick auf jeden Fall wert. Allen voran die Quizspiele sind stellenweise sehr anspruchsvoll und unterhaltsam. Weniger gut gefielen mir die ständigen Kommentare. Sie sind stellenweise einfach unpassend und nervig, wovon man sich aber nicht abschrecken lassen sollte. An sich ist es ein solider Titel, mit dem ich vor allem in Gesellschaft Spaß hatte und Spaß haben werde.