Warhammer 40.000: Dakka Squadron Flyboyz Edition – TEST

Nachdem Warhammer 40.000: Dakka Squadron bereits 2020 für PC sowie iOS- und Android-Geräte erschienen ist, haben RedDeer.Games und Phosphor Games Studio dem Luftkampf-Action-Spiel eine Nintendo-Switch-Version spendiert. Als Ork gilt es in verschiedenen Flugzeugen auf unterschiedlichen Planeten Missionen zu erfüllen.


Das Tabletop-Spiel Warhammer 40.000 der britischen Firma Games Workshop hat schon zahlreiche Videospiele unter anderem für die Nintendo Switch hervorgebracht. Mit Warhammer 40.000: Dakka Squadron Flyboyz Edition dürfen wir uns nun auch auf der Hybrid-Konsole in orkische Luftkämpfe stürzen. Dafür entscheiden wir uns nach dem Tutorial, das uns die grundlegende Steuerung gut vermittelt, für einen von mehreren Clans. Je nach Zugehörigkeit, die wir jederzeit wechseln dürfen, erhalten wir verschiedene Boni. Einen Einfluss auf die eher rudimentäre Geschichte hat die Clan-Wahl nicht.

Orkische Luftkämpfe

Haben wir uns für einen Clan entschieden, beginnt unser Feldzug auf verschiedenen Planeten. Als Teil einer Ork-Staffel müssen wir auf jedem Himmelskörper mehrere Missionen beziehungsweise Level absolvieren. Dabei bringen wir die Geschichte voran und dürfen immer wieder den englischen Dialogen der Orks und Goblins lauschen. Hier sei darauf hingewiesen, dass auch auf deutsche Texte verzichtet wurde. Angesichts der für Warhammer 40.000 typischen Ork-Sprechweise mit bewussten Rechtschreib- und Grammatikfehlern, kann die Sprachbarriere höher ausfallen als sonst üblich. Dank der simplen Handlung fällt das aber glücklicherweise nur bei Gameplay-Erklärungen ein wenig ins Gewicht.

Beim Gameplay bleibt Warhammer 40.000: Dakka Squadron den Genre-Standards treu. Wir steuern unser Flugzeug direkt, visieren Feinde an und schießen diese mit verschiedenen Waffen ab. Das spielt sich angenehm kurzweilig und durchaus spaßig. Mit der Zeit entdecken wir auch neue Feinheiten oder Unterschiede zwischen den freischaltbaren Flugzeugen, die wir im Hangar anpassen dürfen. Allerdings zeigt sich auch, dass die Missionsvielfalt eher gering ist. So stehen lediglich Dogfights, Bombardements, Eskortierungen und Duelle sowie eine Mischung der Ziele an. Deshalb gibt es nach dem ersten Planeten abseits neuer Flugzeuge und Teile für unsere Gefährte keine wirklichen spielerischen Neuerungen mehr. Dadurch kann Dakka Squadron zwar etwas repetitiv wirken, am grundlegenden Spielspaß ändert sich aber nur wenig und für gelegentliche kurze Runden zwischendurch eignet sich das Flugkampf-Action-Spiel durchaus. Zumindest bis wir nach neun bis zehn Stunden alle Missionen erfolgreich abgeschlossen haben.

Eintönige Planeten

Das Alter von rund vier Jahren ist Warhammer 40.000: Dakka Squadron, das bereits bei seiner Veröffentlichung für den PC im Februar 2021 grafisch lediglich ordentlich war, anzusehen. Auf der Nintendo Switch sieht das Action-Spiel sogar noch etwas pixeliger und körniger aus. Außerdem präsentieren sich die unterschiedlichen Planeten zwar abwechslungsreich genug, die einzelnen Level auf einem der Himmelskörper sind jedoch optisch zu identisch und farblich zu eintönig. Das kann die Übersicht gelegentlich erschweren. Vor allem im Handheld-Modus haben wir immer wieder die Orientierung verloren oder hatten Probleme, Ziele zu erkennen. Immerhin läuft Dakka Squadron fast immer flüssig und nur selten sind uns kleine Ruckler aufgefallen. Ebenfalls überzeugen können die Soundeffekte, während die Musik etwas zu unauffällig bleibt. Dennoch bietet Dakka Squadron eine gelungene Warhammer-40.000-Atmosphäre, was auch der bereits erwähnten typischen Ork-Sprache und der gelungenen englischen Synchronisation zu verdanken ist.

Geschrieben von Alexander Geisler

Fazit:

Warhammer 40.000: Dakka Squardon Flyboyz Edition mag kein überragendes Spiel sein, hat mich aber immer wieder für ein, zwei Missionen an die Nintendo Switch gefesselt. Als Ork-Pilot auf verschiedenen Planeten andere Flugzeuge abzuschießen oder Gebäude am Boden zu bombardieren spielt sich gut und wird von der gelungenen Atmosphäre unterstützt. Da stört es mich dann auch nicht, dass die Geschichte ausgesprochen simpel ausfällt. Auch das repetitive Gameplay oder die etwas zu eintönigen Planeten wirken sich nur teilweise negativ aus. Dafür kann die Grafik durchaus den Spielspaß beeinträchtigen, wenn ich aufgrund der Optik die Orientierung oder Übersicht verliere. Glücklicherweise hatte ich mich nach einiger Zeit genügend eingewöhnt, um damit zurecht zu kommen. Warhammer-40.000-, Ork- und Luftkampf-Action-Fans könnten durchaus Spaß mit Dakka Squadron haben.