The Elder Scrolls V: Skyrim -  – VORSCHAU

Erst wurden durch das Switch-Enthüllungsvideo im Oktober 2016 Hoffnungen geweckt, dann kamen halbherzige Dementi von Bethesda. Seit der Nintendo-Switch-Präsentation am 13. Januar 2017 steht endgültig fest: Das epische Rollenspiel The Elder Scrolls V: Skyrim erscheint für den Wii-U-Nachfolger.


Erstmals ist The Elder Scrolls V: Skyrim am 11. November 2011 für PlayStation 3, Xbox 360 und den PC in den Handel gekommen. Das von den Bethesda Game Studios unter Leitung von Game Director Todd Howard entwickelte Rollenspiel mauserte sich trotz einiger Bugs und Schwächen in kürzester Zeit zu einem Fan- und Kritiker-Liebling und zählt heute zu den besten Genre-Vertretern aller Zeiten. Alleine das Hauptspiel bietet mit der nur bedingt fesselnden Geschichte und den zahlreichen Nebenaufgaben hunderte Stunden an Spielzeit, die durch die herunterladbaren Zusatzinhalte noch einmal deutlich erhöht wird.

Drachenkampf

Der fünfte Teil der Elder-Scrolls-Reihe führt uns in das nördlich gelegene Himmelsrand, das von einem Bürgerkrieg zwischen den Kaiserlichen und Loyalisten und den rebellischen Sturmmänteln heimgesucht wird. Noch im als Tutorial angelegten Anfangsgebiet taucht ein erster Drache auf und zeigt die wahre Bedrohung, mit der sich die Bewohner von Himmelsrand auseinandersetzen wollen. Als sogenanntes Drachenblut ist es uns möglich, die Kraft der Drachen – die Drachenschreie – zu erlernen und die geflügelten Feuerspeier zu bekämpfen.

Wie bereits erwähnt ist die Geschichte von Skyrim nur bedingt fesselnd, was an ihrer recht freien Erzählweise und der recht seichten Handlung liegt. Kaum haben wir das Anfangsgebiet verlassen, entlässt und das Spiel in die offene Welt und es steht uns frei zu machen und zu lassen, was wir wollen. Und dafür stehen uns einige Möglichkeiten offen. Neben der Haupthandlung können wir uns am Bürgerkrieg beteiligen, Gilden beitreten, kleine Aufträge erfüllen, große Quest-Reihen verfolgen oder einfach nur die Umgebung erkunden. Es ist besonders diese Freiheit, die in den bisherigen Versionen den Reiz an dem Rollenspiel ausmacht.

Echtzeitkampf

Das Kampfsystem läuft in Echtzeit ab und lässt uns beide Hände frei belegen. So können wir mit Schild und Schwert, zwei Waffen oder auch Zaubern gegen Banditen, wilde Bestien oder Drachen antreten. Wahlweise aus der Ego- oder Third-Person-Perspektive. Durch nutzen unserer Fähigkeiten verbessern wir diese und steigen schließlich im Level auf. Verdiente Skillpunkte investieren wir wiederum in die verschiedenen Skillbäume und passen unseren Helden – den wir am Anfang des Spiels (inklusive Geschlecht und Volk) frei entwerfen dürfen – auf diese Weise an.

Offene Fragen

Bei aller Begeisterung für The Elder Scrolls V: Skyrim an sich, bleiben bei der Version des Rollenspiels für Nintendos Switch noch einige Fragen offen. Neuen Gerüchten zufolge soll die Umsetzung lediglich auf den Fassungen für PlayStation 3 und Xbox 360 und nicht auf der 2016 veröffentlichten Special Edition für PlayStation 4 und Xbox One basieren. Damit würden Nintendo-Fans nicht nur grafische Abstriche hinnehmen müssen, auch der sowieso fragliche Mod-Support wäre definitiv ausgeschlossen. Weiter ist offen, in welcher Weise Bethesda die Möglichkeiten der Joy-Con-Controller nutzt. Antworten auf diese Fragen dürften wir frühstens auf der E3 2017 erhalten. Da Skyrim erst im Herbst 2017 für die Switch erscheinen soll, müssen sich Rollenspiel-Fans zudem noch eine Zeit lang in Geduld üben.

Geschrieben von Alexander Geisler

Prognose:

Es ist schwierig, eine wertungsfreie Vorschau zu einem Spiel zu schreiben, mit dem ich bereits über dreihundert Stunden auf drei Systemen verbracht habe. Anhänger von guten Rollenspielen unter den Nintendo-Fans dürfen sich bei The Elder Scrolls V: Skyrim auf eines der umfangreichsten und besten Rollenspiele der letzten Jahre freuen. Lediglich die Art der Switch-Portierung ist noch fraglich und könnte ein paar Wermutstropfen mit sich bringen. Dennoch dürfte Skyrim auch auf der Nintendo Switch wenig von seiner Faszination einbüßen und sich als Umfangsmonster beweisen dürfen.